Jeder Mensch ist einzigartig und für die Gemeinschaft wichtig!
Alle Kinder werden gleichermaßen individuell wahrgenommen, be-reut und gefördert. Dazu tragen die pädagogischen Fachkräf-e und Integrationskräfte gemeinsam bei.
Wir sind verstärkt darauf bedacht, unsere Kinder mit den Be-sonderheiten einzelner Menschen vertraut zu machen und in un-sere tägliche Arbeit mit einfließen zu lassen. Die Kinder sollen lernen, jeden Menschen als Individuum mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen.
Die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne besonderen Förderbedarf ist für uns alle eine Bereicherung und Selbstverständlichkeit.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das soziale Verhalten allgemein und das Verständnis gegenüber Behinderungen eine positive Entwicklung auf unsere Kinder genommen hat. Neue Impulse in fast allen Bereichen konnten gesetzt werden und der Blick für unsere „20 kleinen Individualisten“, mit ihren unterschiedlichen Talenten, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten, die ihren Weg im Leben entdecken und auf die Probe stellen wollen, ist erneut geschärft worden.
Die zusätzliche Mehrarbeit, nicht nur im pflegerischen Bereich, wird von allen Mitarbeitern gleichermaßen geleistet. Eine Vernetzung zwischen Familie, Therapeuten, Ärzten und Pädagogen ist unabdingbar für das Wohlbefinden und die Förderung der Kinder.

Freispiel
In der Kindertagesstätte werden die Bedürfnisse des Einzelnen akzeptiert und die Kinder im aktiven Einnehmen dieser Freiräume unterstützt.
Das Spielen fördert die kindliche Entwicklung so ganzheitlich, wie kaum etwas anderes. Besonders die Selbständigkeit der Kinder wird gefördert und gefordert. Die Kinder müssen entscheiden, wo, mit wem und was sie spielen wollen, sie bestimmen, wie lange und wie intensiv dieses Spiel wird. In ihrer fiktiven Spielwelt erleben sie sich als autonom. Sie müssen sich mit ihren Spielpartnern auseinander setzen, sich durchsetzen oder nachgeben. Im gemeinsamen Spiel treten die Kinder miteinander in Kontakt, sie kommunizieren untereinander, was wiederum zur Förderung und zum Erwerb der Sprache führt. Das gemeinsame Spielen erleichtert es, neue Kontakte zu knüpfen, Kinder kennen zu lernen und sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Für die Kinder steht dabei an erster Stelle, dass das Spielen Spaß macht. Sie haben Freude dabei, sich auszuprobieren, neue Spiele kennen zu lernen und in ihrer eigenen Spielwelt zu versinken. Bei kaum einer anderen Gelegenheit macht ihnen das Lernen so viel Spaß wie beim Spielen.
Das Freispiel ist somit eine Methode, um soziale Beziehungen und kommunikative Fähigkeiten zu üben. Es bietet den Kindern die Möglichkeit, ihre Phantasie unter Ausdruck aller Wahrnehmungen und Gefühle auszuleben. Die Kinder können im Freispiel alle sozialen Rollen übernehmen und erproben, ihre kommunikativen Fähigkeiten erweitern.
Das Freispiel nimmt im Tagesablauf die meiste Zeit in Anspruch. Diese Tatsache macht deutlich, dass das Freispiel den wichtigsten Bereich der pädagogischen Arbeit im Kita-Alltag ausmacht.
Durch angeleitete Aktivitäten wird das Freispiel bereichert und unterstützt. Die Erzieherin fängt für die angeleiteten Aktivitäten Anregungen aus dem Freispiel auf und geht darauf ein, was dem Kind ein intensiveres Erleben verschiedener Erfahrungen ermöglicht.


Projekte

Entsprechend der Interessen der Kinder finden Projekte statt. Projekte sind inhaltliche Angebote, die über einen längeren Zeitraum und aufeinander aufbauend durchgeführt werden. Sie entwickeln sich auf den Interessen der Kinder welche durch un-sere Kinderkonferenzen demokratisch von den Kindern bestimmt werden.